Microsoft gibt eine ernste Warnung an alle Reisenden heraus

Öffentliche WLAN-Netzwerke im Visier staatlich gesteuerter Hacker

IT-Sicherheitsexperten schlagen Alarm wegen einer wachsenden Bedrohung. Wer regelmäßig öffentliche drahtlose Netzwerke in Hotels, Flughäfen oder Konferenzzentren nutzt, sollte besonders wachsam sein. Eine staatlich unterstützte russische Hackergruppe nutzt gezielt diese offenen Verbindungen, um unbemerkte Angriffe durchzuführen.

Anstatt klassische Phishing-Mails zu verschicken, schleusen die Cyberkriminellen schädlichen Code direkt auf die Geräte ihrer Opfer, um sich Zugang zu wichtigen arbeitsbezogenen Konten zu verschaffen. Sicherheitsspezialisten empfehlen daher dringend, ausschließlich das eigene Mobilfunknetz oder einen persönlichen Hotspot zu verwenden, wenn vertrauliche Informationen verarbeitet werden.

Gefälschte Updates lauern auf Hotel-Netzwerken

Seit Mai 2026 grassiert eine weitreichende Cyberkampagne, die Analysten als CaptiveCrunch bezeichnen. Hinter diesen hochentwickelten Angriffen steckt die Gruppe Storm-2945, eine Unterabteilung der bekannten russischen Hackerorganisation Midnight Blizzard.

Ihre Vorgehensweise ist erschreckend wirkungsvoll. Die Täter manipulieren den Netzwerkverkehr sowie DNS-Einträge direkt über sogenannte Captive-Portale – also genau jene vertrauten Login-Seiten, die man beim Verbinden mit dem Internet auf Reisen kennt. Doch statt einen sicheren Zugang zu gewähren, leitet das System die Nutzer im Verborgenen auf die gefälschten Server der Hacker um.

Auf dem Bildschirm erscheinen daraufhin plötzlich gefälschte Pop-ups, die zur Installation kritischer Windows-Systemupdates, Browser-Upgrades oder wichtiger Sicherheits-Patches auffordern. Fachleute warnen eindringlich davor, keinerlei Software herunterzuladen, die unmittelbar nach dem Einwählen in ein öffentliches Netzwerk auf diese Weise angeboten wird.

Kontozugang ohne Passwort möglich

Die Cyberkriminellen missbrauchen zudem eine völlig legitime Funktion zur Authentifizierung über Gerätecodes. Beim Angriff wird das Opfer aufgefordert, einen numerischen Code auf einer offiziellen Login-Seite einzugeben. Die Falle schnappt jedoch zu, weil dieser spezifische Code tatsächlich zur eigenen Sitzung des Hackers gehört.

Wenn der ahnungslose Nutzer die Aktion bestätigt, wird damit ein fremder Zugang autorisiert. So werden dem Angreifer die Schlüssel zum persönlichen Konto des Opfers übergeben – ganz ohne Eingabe eines Passworts.

Bei eingehenden Untersuchungen wurde außerdem ein äußerst gefährlicher Trojaner namens CornFlake entdeckt. Dieses auf Windows ausgerichtete Schadprogramm kann im Verborgenen Tastendrücke aufzeichnen, sensible Dokumente herunterladen und Anmeldedaten stehlen. Noch beunruhigender ist, dass diese Malware sowohl Mikrofon als auch Webcam aktivieren kann, um heimliche Überwachung zu betreiben und den Hintermännern uneingeschränkten Fernzugriff auf den kompromittierten Computer zu verschaffen.

So schützen Sie sich auf Reisen wirksam

Die Empfehlungen des Technologiekonzerns Microsoft sind unmissverständlich: Jedes öffentliche Netzwerk sollte mit größter Vorsicht genutzt und stets als potenziell unsicher betrachtet werden. Wann immer möglich, sollte man stattdessen eSIM-Profile verwenden oder eine Verbindung über einen gesicherten privaten Hotspot herstellen.

Alle Betriebssystem-Updates sollten ausschließlich über die offiziellen Systemeinstellungen des Computers durchgeführt werden. Verdächtige Pop-up-Fenster unbekannter Herkunft dürfen unter keinen Umständen angeklickt werden.

Für Unternehmensumgebungen empfehlen Analysten einen sofortigen Umstieg auf passwortlose Lösungen sowie die Einführung moderner Mehrfaktor-Authentifizierung, die gegen Phishing-Versuche resistent ist. Zudem wird eine deutliche Verschärfung der Richtlinien für bedingten Zugriff nahegelegt. Gerätebasierte Code-Bestätigung sollte von Organisationen überall dort deaktiviert werden, wo sie für den täglichen Betrieb nicht unbedingt erforderlich ist.

Ein besonders bemerkenswerter Aspekt dieser Angelegenheit ist der umfangreiche Einsatz moderner Technologie. Bei der Planung und Durchführung der Angriffe haben die Hacker aktiv künstliche Intelligenz eingesetzt. Aus diesem Grund mussten Sicherheitsexperten im Rahmen der komplexen Bedrohungsanalyse eng mit führenden Technologielabors wie OpenAI und Anthropic zusammenarbeiten, die anschließend öffentlich für ihre entscheidende Unterstützung bei der Aufklärung des gesamten Vorfalls gedankt wurden.

Author

  • Felix Schneider ist ein deutscher Autor, der praktische Ratschläge zu Haushalt, Garten und smarter Alltagsorganisation teilt. Seine Beiträge helfen dabei, den Alltag einfacher und effizienter zu gestalten. %page%

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