»Das ist die Realität, mit der er konfrontiert ist«: Drohnenalarm verzögerte Selenskyjs Flug nach Norwegen

Die geplante Reise des ukrainischen Staatsoberhauptes nach Norwegen Anfang der Woche verlief alles andere als reibungslos. Wolodymyr Selenskyjs Flugzeug musste am Boden bleiben, als ein plötzlicher Drohnenalarm am Flughafen für erhebliche Anspannung sorgte. Glücklicherweise endete die Situation glimpflich – die offizielle Regierungsmaschine landete schließlich am Dienstagabend sicher auf norwegischem Boden.

Bereits am Mittwochmorgen traf der ukrainische Präsident mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre zusammen. Als dieser ihn nach seiner Nachtruhe fragte, antwortete Selenskyj ehrlich: Er habe eine außerordentlich erschöpfende Nacht hinter sich. Die späten Stunden hatte der Präsident damit verbracht, am Telefon intensiv die neuesten Meldungen über Raketenangriffe auf sein Heimatland zu verfolgen.

In einem anschließenden Fernsehinterview reflektierte Jonas Gahr Støre über den Vorfall und erklärte, dass „genau dies die Realität sei, mit der sie konfrontiert sind.“ Gleichzeitig betonte er, wie ernst die Lage in der Ukraine sei – und dass die unerschütterliche Entschlossenheit der ukrainischen Verteidiger bei allen, die die Ereignisse verfolgen, einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Ukrainische Vertreter konnten später den genauen Grund für die Verzögerung auf dem Rollfeld nennen. Es handelte sich um einen regionalen Luftalarm, der durch russische Drohnen ausgelöst wurde, die in den moldauischen Luftraum eindrangen. Obwohl die Präsidentenmaschine bereits Startfreigabe erhalten hatte, änderte das Ertönen der Warnsirenen die Pläne schlagartig – der Abflug musste aus Sicherheitsgründen verschoben werden.

Schatten am Himmel

Die angespannte Atmosphäre rund um die Skandinavienreise war jedoch kein Einzelfall. Auch wenn der Präsident nach seiner Ankunft in Norwegen problemlos Gespräche mit Finanzminister Jens Stoltenberg und Außenminister Espen Barth Eide führen konnte, hat ihn die Bedrohung aus der Luft bei früheren Besuchen in anderen Ländern eng begleitet.

Ein deutliches Beispiel ereignete sich am 14. August, als intensive russische Bombardierungen von Odessa einen weitreichenden Alarm im Nachbarland Rumänien auslösten. Inmitten der Angriffswelle drang eine unbekannte Drohne in den rumänischen Luftraum ein – was einmal mehr verdeutlichte, wie anfällig die Grenzsicherung in der Region unter den gegenwärtigen Konfliktbedingungen tatsächlich ist.

Ein ähnlich kritischer Vorfall ereignete sich über Irland. Während der Präsident gemeinsam mit First Lady Olena Selenska in Richtung Dublin reiste, wurden ihre Route angeblich von vier Militärdrohnen überwacht. Diese unbemannten Fluggeräte tauchten genau in dem Luftkorridor auf, den die Präsidentenmaschine hätte passieren sollen. Nur einer vorgezogenen Landung war es zu verdanken, dass eine möglicherweise fatale Konfrontation vermieden wurde.

Nach diesem Ausweichmanöver kreisten dieselben Drohnen weiterhin über einem verdeckten Marineschiff in der Irischen See. Ermittler der örtlichen Polizei kamen zu dem Schluss, dass die Geräte vom nordöstlichen Stadtgebiet Dublins aus gestartet worden waren. Die Drohnen flogen außerdem mit eingeschalteter Beleuchtung, was auf einen gezielten Versuch hindeutet, Unruhe zu stiften und zu provozieren. Die irischen Behörden entschieden sich letztlich für einen zurückhaltenden Umgang mit der Situation und verzichteten darauf, die fremden Fluggeräte abzuschießen, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

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  • Felix Schneider ist ein deutscher Autor, der praktische Ratschläge zu Haushalt, Garten und smarter Alltagsorganisation teilt. Seine Beiträge helfen dabei, den Alltag einfacher und effizienter zu gestalten. %page%

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