Eine dunkle Jugendzeit, die tiefe Spuren hinterlassen hat
Der bekannte dänische Musiker Rasmus Seebach spricht nun offen über eine schwere Phase seiner frühen Jugend. Alkohol und Partys wurden damals zu seinem Fluchtweg aus den familiären Problemen. Diese Erlebnisse haben den beliebten Sänger nachhaltig geprägt – und beeinflussen bis heute, wie er seine eigenen Kinder erzieht.
In einem ehrlichen Interview mit dem Magazin Euroman beschreibt der Künstler, wie der Missbrauch innerhalb seiner Familie seine Kindheit und frühen Teenagerjahre verändert hat.
Alles begann mit 15 – kurz nach der Scheidung der Eltern
Die Jugend von Rasmus Seebach nahm eine dramatische Wendung, als er gerade einmal 15 Jahre alt war und die neunte Klasse besuchte. Ein Jahr zuvor hatten sich seine Eltern scheiden lassen: Die Mutter zog mit den drei Geschwistern nach Vanløse, während der Vater – der berühmte Musiker Tommy Seebach – eine Wohnung in Frederiksberg bezog.
Den Zerfall der Familie und die jahrelangen Konflikte verarbeitete der junge Sänger, indem er sich in eine intensive Partyszene stürzte – ohne jeglichen Blick auf die Zukunft oder seine Ausbildung.
„Ich bin vor der Realität geflohen – mit langen Nächten und Alkohol. Im Nachhinein habe ich das Feiern mit Lebensfreude verwechselt“, sagt Rasmus Seebach im Gespräch mit Euroman.
Der übermäßige Konsum hielt bis zum Durchbruch an
Das ungesunde Muster setzte sich durch die Gymnasialzeit fort. Die häufigen Fehlzeiten führten schließlich dazu, dass Rasmus Seebach die Schule ganz abbrach. Partys und Alkohol wurden über viele Jahre hinweg zu einem festen Bestandteil seines Alltags – bis der musikalische Durchbruch alles veränderte.
Mit dem Erfolg als landesweit bekannter Künstler kam eine völlig neue berufliche Verantwortung. Die wilden Nächte wurden ruhiger, und sein Leben gewann an Struktur.
„Wenn ich zurückdenke, war das ein ungesundes Leben. Es war eine Flucht“, erklärt Rasmus Seebach gegenüber Euroman.
Als Vater von drei Kindern will er das Muster durchbrechen
Heute ist Rasmus Seebach selbst Vater von drei Kindern – und das Thema Sucht und Vererbung beschäftigt ihn intensiv. Sowohl sein Großvater als auch sein Vater kämpften mit ernsthaften Alkoholproblemen, und dieses Muster will der 46-jährige Sänger entschlossen durchbrechen.
Der Musiker betont, dass er eine offene und ehrliche Kommunikation mit seinen Kindern anstrebt. Sein Ziel ist es, sicherzustellen, dass sie nicht dieselben schweren Erfahrungen mit sich tragen müssen.
Experten weisen darauf hin, dass Kinder von suchterkrankten Eltern häufig eine unverhältnismäßig große Verantwortung im Haushalt übernehmen. Dies kann zu Wohlbefindensproblemen und auffälligem Verhalten in den Teenagerjahren führen.
Wichtig ist dabei: Risikofaktoren für Abhängigkeit und soziale Verhaltensmuster variieren von Person zu Person. Wer in der Familie Probleme mit Alkohol erlebt, sollte stets professionellen Rat bei einem Arzt oder einer anerkannten Beratungsstelle suchen.










